26.03.2026
Gut geschlafen und erholt ging es heute auf die nächste Etappe in Richtung SdC. Rucksack gepackt, Regensachen sicherhaltshalber angezogen und erstmal in Richtung Münster-Zentrum.
Münster ist ja eine Stadt der Fahrradfahrer. Aber ich glaube, die haben alle keine Klingel 🤔. Mehrmals wurden wir (Kai, Kristin und ich) fast überfahren. Zum Glück bekamen wir es rechtzeitig mit, dass von hinten ein Radfahrer kam🙈. Schon krass, ein bisschen wie in Kopenhagen – Fußgänger müssen auf die Radfahrer aufpassen und nicht umgekehrt 😮.




Interessant war der Gang durch Münster, hier und da etwas Geschichte und Gedenken, dann alte Gemäuer und heute auch Dreharbeiten zum Münsteraner Tatort 😃.

Unser heutiger Pilgertag war gekennzeichnet durch sehr wechselhaftes Wetter. In der Sonne war es so warm, dass wir immer wieder einige Sachen ablegten und dann plötzlich Schnee, Graupel und Regen mit heftigem Wind, so dass ich sogar meine Handschuhe anzog. Letztendlich aber gut, dass es immer nur Momente waren.


Am Rand von Münster kamen wir an der Trinitatiskirche vorbei – ein kurzer Blick hinein und ich hatte meinen ersten Pilgerstempel für heute ❤️. Ein Plausch mit dem Küster und weiter ging’s.

In Hiltrup angekommen, ging es weiter auf Stempeljagd 😉. Am Kloster der Herz Jesu Missionare klingelte ich tapfer. Ein Pater erhörte uns und fragte, was wir wollen. Ich sagte: „Ich wollte fragen, ob es hier einen Pilgerstempel gibt?“ Die Telefonanlage war etwas hakelig und er fragte: „Was wollen Sie, ein Pils?“ Wir grinsten. Letztendlich öffnete er uns und gemeinsam suchten wir einen Pilgerstempel. Das stellte sich nicht als so einfach dar, denn der Stempel war ein besonderer. Das wussten wir aber erst, nach dem wir ihn so richtig erforscht hatten. Es war kein klassischer Pilgerstempel mit Symbol, sondern mit einem Text. Anfänglich dachte ich, der Stempel sei kaputt. Hätte ich meine Brille auf gehabt, wär es wahrscheinlich schneller gegangen 🙈. Aber Dank der Geduld des Paters hatte ich am Ende diesen Stempel in meinem Pilgerpass 🫶👍

Hinter Hiltrup ging es weiter an der Bundesstraße über den Dortmund-Ems-Kanal und dann durch die Natur vorbei am Hiltruper See.


Das letzte Stück schien dann wieder die Sonne und rechts, nur links von uns sah es nicht so gut aus. Wir vertrauten der Wettervorhersage und kamen trocken in unserer heutigen Pilgerunterkunft an. Mechthild empfing uns auf das Herzlichste und es gab noch einen Kaffee. Seit einigen Jahren empfängt sie mit ihrem Mann Matthias hier Pilger:innen. Die beiden haben einen kleinen Hof mit viel Grün drumherum, welches hier gut von den hauseigenen Schafen gepflegt wird. Nach einem gemeinsamen, geselligen Abendbrot liege ich jetzt glücklich und zufrieden in meinem heutigen Bettchen 🛏️.

Highlight: das Frühstück über Münster und die aufblühende Natur 🌞
Herausforderung: meine Füßlein wieder an das Laufen gewöhnen 😇.
Danke: an Kristin für die entspannte und kurzweilige Pilgerbegleitung 🫂, an Kai für den Fahrservice 🚌 und an Mechthild und Matthias für die wunderbare Pilgerherberge und Gastfreundschaft 🙏
Pilgerwissen: auf der Seite Deutschlandpilgert.de findet man Pilgerangebote zum Mitpilgern❤️