23.6.2024
Gut erholt führte uns unser Weg zurück zum Bremer Dom. Wir wussten, dass dort um 10:00 Uhr Gottesdienst ist. Auf dem Weg dorthin kam die Frage nach Frühstück und Kaffee 🙏 auf. Aber wie immer findet sich alles letztendlich von alleine: Kirche noch zu und Kaffee extra für uns früher gekocht. ❤️
Dann auf zum Dom, wo uns ein aufgeregter Küster begegnete. Also war die Entscheidung schnell klar. Erst Gottesdienst, dann Stempel😇. Und wie es der Zufall/ Fügung wollte, handelte der Predigttext heute von Jakobus dem Älteren und um Vergebung und Austeilen von Gutem. Schade und irgendwie unverständlich gerade in heutigen Zeiten, dass es nach dieser Predigt keinen gemeinsamer Friedensgruß gab. Also wurden wir von selber aktiv. 🕊️
Im Anschluss an den Gottesdienst trafen wir uns im Domgarten mit anderen Gottesdienstteilnehmer:innen zum Kaffeetrinken. Im Gespräch mit einer Frau ging es dann auch noch mal um den fehlenden Friedensgruß im Gottesdienst. Spontan gaben wir uns die Hände und verabschiedeten uns mit diesem Zeichen.
Jakobus ist hier im Dom sehr präsent übrigens, auch auf dem Pilgerstempel.





Heute doch etwas später (12:00 Uhr) folgten wir weiter der Muschel und verließen Bremen. Frühstück gab es heute auf die Hand beim Bäcker und am Werdersee. Ich fragte mich die ganze Zeit, wo denn der See kommt? Angelika klärte mich auf, dass das ein alter Weserarm ist, der irgendwann einfach endet und deshalb See heißt 😃.
Heute am sonnigen Sonntag waren nicht nur wir unterwegs. Teilweise fühlte sich der Weg an wie auf einer Autobahn. So vertrieben wir uns die Zeit zum Beispiel mit Ratespielen. So errieten Angelika und Anja z.B. welches Tattoo ich wohl habe. Das war sehr kurzweilig😊 und wir gingen weiter über den Deich ohne Bäume bis Dreye. Hier merkte ich, dass es besser ist, auf meinen Körper zu hören. Und irgendwie automatisch ging ich langsamer und entspannter hinter den beiden. Leider war wohl auch eine Blasenbildung der Grund dafür. Es lief sich dennoch recht gut.






In Dreye konnten wir auf einer schönen Übersichtskarte sehen, wo wir den nächsten Pilgerstempel finden können, pilgerfreundlich an zwei privaten Orten. Leider führte uns der Weg erstmal an einer befahrenen Straße vorbei – aber auch das gehört zum Pilgern, raus aus der Komfortzone.
Auch sehnten wir uns nach einem Café oder ähnlichem. Und schwupps war es da 😇 – nostalgisch aber gut. Hier erwies es sich wieder, hab Vertrauen in Dich, die anderen und ins Universum.









Pilgern ist auch immer Wissenserweiterung, so lernten wir heute einen kleinen Fluss, die Hache kennen. Der letzte Abschnitt unserer Etappe war sehr naturnah und wunderschön. Hier fiel es mir nicht schwer, den Blick auf das zu lenken, was mir wichtig ist. 🤗❤️🕊️🧘🏻♀️







Der Weg ist das Ziel, aber Ankommen ist auch schön und das feierten wir, jede auf ihre Weise 🤗🙏🥰. Auch der Pilgerstein fand seinen Platz und darf sich nun in der Kirche von Barrien ausruhen. Von hier wird er dann irgendwann seinen Weg weiter gehen mit wem und wohin, das steht noch in den ✨. Wie schön, dass ich mit ihm noch dieses Stück gehen durfte.




Highlight: der Gottesdienst im Bremer Dom und die Gespräche danach im Domgarten sowie, dass die Kirche in Barrien noch offen war. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die uns Pilger in jeglicher Sicht unterstützen und diesen Weg überhaupt so möglich machen. 🙏
Herausforderung: auf mich und meine Kräfte zu achten.
Danke: an Stephan fürs Abholen von Barrien. Das war für mich ein großes Geschenk 😘.
Pilgereinmaleins:
In der Gruppe auch immer auf sich achten (auf die eigenen Kräfte, Bedürfnisse…), damit es für alle ein guter Pilgerweg wird.
Rechtzeitig Blasen vorbeugen und ein Pflaster/ Tape als Dämpfung/ zweite Haut aufkleben. ☝️
Flaschen auffüllen, wenn Wasser da ist und nicht erst, wenn sie leer sind 😉💧