
Mit Angelika und Anja aus Fischerhude ging mein Weg heute weiter in Richtung Bremen. Irgendwie waren wir alle aufgeregt. Ich, weil ich nicht vorhersehen konnte, wie es sein wird, zu dritt zu pilgern. Und für die beiden war es das erste Mal pilgern. Unser Weg ging als allererstes zur schönen Fischerhuder Kirche, wo Angelika und Anja sich ihren Startstempel holten. Angelika nahm auch den Pilgerstein mit, den ich im April dort hingelegt hatte 😇. Schön dass er mit uns ein Stück pilgern wird 😇.
Für mich war das Orientieren heute Nebensache, da Angelika die Gegend wie ihre Westentasche kannte. Wer hier den Weg aber alleine sucht, muss doch mal ab und zu auf die Karte schauen. Wahnsinn, wie zugewachsen das manchmal ist.

Die Wümme führte uns durch idyllische Wälder und über Wiesen nach Borgfeld.




In Borgfeld befindet sich die Kirche auf dem Friedhof. Wir hatten Glück, dass heute eine Trauung war und der Küster gerade die Kirche öffnete – eine sehr schlichte kleine Kirche. Wir verewigten uns im Gästebuch und nahmen jede einen Wegesspruch mit. Meiner: Das Leben ist ein Abenteuer 😇. Einen Pilgerstempel gab es in der Kirche leider nicht. Also holten wir uns einen Stempel gegenüber bei Jaques Wein-Depot 😃. (Aber nur den Stempel 😉) Hinterher wurde uns klar, dass Jaques ja die französische Form von Jakob ist. 🥰



Noch einen Kaffee oder Pommes 😉 und weiter ging’s (ultreia) auf dem Deich und na klar entlang der Wümme bis zum Bürgerpark in Bremen. Hier erwartete uns eine Überraschung. Wie sagt Jürgen: „Es gibt keine Zufälle, alles Fügung.“ Der Bürgerpark in Bremen ist eine wahre geschichtsträchtige Oase, durch die sich ein kleines Flüsschen schlängelt. Anjas Wunsch war schon immer mal mit der Marie zu fahren. Als sie das aussprach, wusste sie noch nicht, dass ihr Wunsch heute in Erfüllung gehen wird. Es kam so:
Die Marie fuhr an uns vorbei, darauf nur der Kapitän Günther und der Bootsmann. Ein Foto musste her – dies machte ich am Ende joggender Weise👍. Ende vom Lied, wir wurden von den beiden Bootsführern zu einer Bürgerpark-Fahrt eingeladen. Was für eine Wohltat für meine Füße 🤗. Übrigens Günther war auch schon in Santiago mit dem Motorrad.





Unser Pilgerziel in Bremen war erstmal der Dom, weil es dort u.a. einen Pilgerstempel gibt. Leider hatte der Dom nur bis um 17:00 Uhr auf. Durch den Friedenstunnel (ein tolles Projekt) und über mehrere Fahrradstraßen 👍 kamen wir ins Bremer Zentrum. Hier erwartete uns viel Trubel u.a. mit Seiltänzer:innen/ Slackliner:innen über dem Marktplatz und zwischen den Kirchtürmen 😯. Kein Stempel, dafür aber ein bisschen Sightseeing 🥰 für mich.








Die letzten 2km waren für mich etwas anstrengend mit Fußschmerzen. Das ist gemein, wenn man eigentlich noch kann, aber sich irgendein Körperteil meldet und sagt, dass es jetzt reicht 😇. Aber so ist es. Das Schöne ist, dass dies am nächsten Morgen meist wieder Geschichte ist 😇 und wenn man nicht alleine geht, gehen sich die Strecken-km auch manchmal leichter.
Vorbei an, na ja mit kurzem Stop in der Ständigen Vertretung gingen wir weiter entlang der Weser in Richtung Überseestadt – ein relativ neuer moderner Stadtteil in Bremen auf dem alten Hafengelände. Anja erzählte, dass es hier einen Super-Italiener gibt, der aber meistens ausgebucht ist. Wir versuchten es trotzdem. Und mit etwas Charme bekamen wir einen Tisch 👍. Ich bin kein wirklicher Pizzafan, aber die hier war unglaublich lecker. Soooo gut 😋✨




Angelika kannte am Europahafenbecken noch ein etwas anderes, besonderes Weinlokal. Schau selbst 😇. https://bar-rique.de/
Das heutige Genusspilgern endete hier mit einem Glas Wein und Sonnenuntergang. Geschafft und glücklich erreichten wir später unser Zimmer im B&B.


Highlight: Die Fahrt mit der Marie und der Sonnenuntergang am Hafenbecken.
Herausforderung: für meine Füße die teilweise langen Strecken auf Asphalt.
Danke: an Günther für die spontane schöne überraschende Bootsfahrt im Bürgerpark 🙏.
Pilgereinmaleins:
Hör auf Dein Bauch/Gefühl – oft ist es richtig und lass auch Dinge auf Dich einfach mal zukommen. Geh auch mal Umwege und neue Wege, das erweitert die Ortskenntnis.
Neue Wanderschuhe und Rucksack immer vor einer längeren Tour testen. ☝️