8. Harsefeld bis Zeven (in Etappen denken hilft) 31km

16.04.2024 Heute stand ich nach einer extrem stürmischen Nacht (also draußen 😉)extrem früh auf, sammelte alle meine Habseligkeiten zusammen und bereitete vor allem meine Füße auf die heutige Etappe vor (Tape an den Fersen und Blasenpflaster unter den rechten Ballen). Später stellte sich heraus, dass es eine gute Idee war 😇. Das Wetter war heute wieder ein Traum, ein bisschen kalt, aber kein Regen 👍🙏.

Gestern war mir nicht wirklich klar, ob ich die Strecke heute packe. Also musste ich mir etwas überlegen und teilte sie in Etappen ein. Freude war immer, wenn ich den nächsten Ort schon aus der Ferne sah 😀.

In Hollenbeck erfuhr und spürte ich ein warmes Pilgerflair. Auffällig war, dass alle Schüler: innen mich freundlich grüßten und Autofahrer: innen mich anlächelten . 🥰 Auch sonst stieß ich immer wieder auf das Thema Jakobsweg.

Durch die lange Strecke hatte ich viel Zeit nachzudenken u.a. zum Thema Erwartungen. Ich dachte, das Thema wäre klar für mich. Aber irgendwie kommt es immer wieder zum Vorschein. Erwartungen sind für mich ja nur in meinem Kopf und haben mit dem Gegenüber nix zu tun und letztendlich machen sie mir nur das Leben schwer. Also am besten nix erwarten. Das war heute gute Kopfarbeit 🙏.

Auf meinem Weg, so auch heute, ist es schön, dass ich immer mal wieder an einzelne liebe Menschen denke, wenn ich unterwegs auf Dinge treffe, die ich mit demjenigen verknüpfe. Dadurch fühle ich mich irgendwie nicht allein. Auch wenn ich alleine gehe, bin ich doch nicht allein. 🙏🥰

Der Weg, vor allem die langgezogene Strecke zwischen Oersdorf und Heeslingen war gesäumt von großen Felsen.

Ein paar Eindrücke von der Strecke bis Heeslingen:

In Heeslingen machte ich dann Kaffeepause und sah aus dem Fenster, wie Jürgen an mir vorbei pilgerte. Später trafen wir uns zu einer Bankpause wieder. Der Weg war wunderschön und führte immer entlang der Oste.

Glücklich trafen wir uns dann bei der katholischen Kirche in Zeven wieder, bezogen unser Quartier und gingen zur heiligen Messe, in der wir beide vom Pastor gesegnet wurden – ein bewegender Augenblick.

Zum Abschluss des Tages gingen wir noch etwas essen und Jürgen schenkte mir einen Talisman (das Kreuz von SDC – Abkürzung für Santiago de Compostela)

ABC des Jakobsweges: nach 6 Tagen ist mir nun mal aufgefallen, dass die Muschel meistens die Richtung angibt, so wie sie geklebt ist. Das geschlossene Ende gibt die Richtung vor. Nur kann man sich nicht immer drauf verlassen. Also bei Unsicherheiten lieber noch mal GPS fragen.

Highlight: sich durch das ein oder andere Zeichen als Pilgerin auf dem Weg willkommen zu fühlen

Herausforderung: die Länge der Strecke

Danke: an die Pilger:innen, die die Wegzeichen gesetzt haben 🙏 und für die Apps und GPS- Wegbeschreibungen; an Fa. Höft fürs WC; Danke an Jürgen für die gemeinsame Zeit und für meinen neuen Talisman 🙏

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