27. Lüner Norden – Dortmund Hörde (vielfältiges Dortmund) – ca. 23 km

29.03.2026 Palmsonntag

Nach einem tiefen und gesunden Schlaf 👍 startete mein Tag heute mit Sonne, Farben und einem gemeinsamem Frühstück.

Beim Frühstück gab es u.a. eine Fortbildung in Geographie. Nun verstand ich einigermaßen 😉, wo ich so lang ging.

Patchwork und Bonsai von Silke und Thomas ❤️

Susanne begleitete mich heute doch nochmal🥰. Unser Weg führte durch ihre frühere Heimatstadt Lünen.

In der St. Georgskirche bekam ich meinen ersten Stempel für heute. Das war Fügung. Ich dachte, dass die Kirche noch geschlossen war. Doch als wir gerade gehen wollten, öffnete sich die Kirche für uns 🫶👍.

Vielen Dank für diesen schönen Tagesbeginn.

Auch heute erfuhren wir wieder viel Pilgerliebe: 🥾❤️

Der Weg führte mal wieder über extrem viel Asphalt, was meiner Achillessehne schwer zu schaffen machte. Daraus folgte ein ständiger Wechsel von Schuhe schnüren, dehnen und Pause machen. Meine Füße freuten sich über jede Abwechslung von Waldboden bis bergauf gehen 🙈😇.

Über die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal und die A2😇

Irgendwann erreichten wir Dortmunds Norden. Schön war, dass wir immer wieder durch Wälder, Parks und Grünanlagen gingen. Nicht so schön war, dass sehr viel Müll herum lag.

In der Innenstadt angekommen, machte ich mich auf die Suche nach einem Stempel. Aber, ich konnte es kaum glauben, keine Kirche hatte heute am Palmsonntag um 15:00 noch auf. Also musste eine Alternative her. In einem Café bekam ich einen Stempel sowie leckeren Cheesecake 😋. Die Pause bewirkte Wunder. Keine Schmerzen mehr, entspannt ging es also weiter.

Auf dem Weg aus der Innenstadt war ich vergeblich auf der Suche nach den Pilgermuscheln. Entweder meine App ist verkehrt oder hier war nichts geklebt. Dafür sah ich an vielen Stellen, dass hier Fußball ⚽ gelebt wird. 😃

Am Signal-Iduna-Park angekommen, nahm ich den Zug nach Dortmund-Hörde, dann noch ein paar Stationen mit dem Bus und ich befand mich in einem schönen Teil von Dortmund und bei meiner heutigen Unterkunft. Jeanette und Hartmut kannte ich von der Liebeslaube. Schön, dass es so spontan gepasst hat.

Jeanette ist 2018 den Camino in Portugal gepilgert. Schön, Gleichgesinnte zu treffen und im Herzen verbunden zu sein 🫶.

Und auch schön, dass ich für morgen einen guten Weg gefunden habe, ohne wieder mit Bus und Bahn fahren zu müssen 👍.

Unten rechts Emma und Anuk. Mutter und Tochter ❤️.

Highlight: der Cheesecake in Dortmund und der Gedanke, dass ich morgen direkt von Hörde losgehen kann 🥰

Herausforderung: meiner Achillessehne mit Wohlwollen zu begegnen 😇

Danke: an Jeanette und Hartmut für die heutige Herberge und den wunderbaren Abend

Mehrmals wurde ich unterwegs gefragt, warum ich eigentlich pilgere?

Das hat irgendwie viele Gründe:

Wenn ich pilgere, lebe ich im Moment. Im Moment des Gehens, im Moment für die Begegnungen, im Moment für die Natur und Umgebung und im Moment der Bewegung. Ich pilgere, weil ich es gerade brauche. Ankommen ist dabei sehr schön, aber nicht das Ziel. Auf dem Weg sein, ist für mich wichtig und zu mir zu finden. Nach einer Etappe bin ich wieder viel mehr geerdet. 🫶❤️

Ich pilgere auch, weil mich Gehen heilt.

Ich pilgere zwar meistens alleine. Im Herzen und Gedanken sind alle Jskobswegpilgerer verbunden. Das gibt mir u.a. Kraft und Vertrauen.

Es ist schön, auf alten Wegen zu gehen und zu wissen, dass hier schon viele Pilger vor mir gegangen sind.

Es fühlt sich für mich gut an, behütet zu gehen, einerseits von meinen Mitmenschen zu Hause und andererseits von Gott. Auf meinem Weg habe ich meinen Glauben wieder neu entdeckt.

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