18. Steinfeld/Landgasthof Stärk-Berding – Campemoor 23 (Etappe der Selbstgespräche) 31,9km

16.04.2025

Gut geschlafen und gut gefrühstückt mache ich mich auf den heutigen Weg mit folgendem Segensspruch:

Segenjetzt.de

Schnell ließ ich das Stückchen Straße hinter mir und kehrte wieder zurück auf den Camino 😇. Mit Sonne ging es in Richtung Dammer Berge. Der heutige Weg war super gut markiert, so dass ich die Karte heute fast gar nicht brauchte. Ebenso so wunderbar waren die Wege und die Natur drumherum – ein schönes Fleckchen Erde🫶. Und ja – Berge – häufig war achtsames Treten angesagt und ein bisschen sportlich war es auch.

Wege durch die Dammer Berge – der Jakobsweg verlief tlws. mit dem Panoramaweg Dammer Berge

Heute war ich meistens alleine. Na ja, ich war ja noch da und so ging ich mit mir ins Gespräch. Selbstgespräche sind für mich auch ein Zeichen, dass ich beim Pilgern angekommen bin. Heute beschäftigten mich Worte wie: „etwas stehen lassen“, „etwas so stehenlassen“ und „auch mal stehen bleiben“. Ich ging ins Gespräch über „den anderen und sich selbst achten – zuhören und hinhören“.

Am Wegesrand 🫶

Mein heutiger Weg führte vorbei am Aussichtsturm auf dem Mordkuhlenberg.

Hier gibt es eine Geschichte dazu. Die Räuber vom Mordkuhlenberg:

Die Hauptfiguren:

Pausen sind wichtig und so machte ich meine etwas längere Mittagspause am Dammer Bergsee:

Irgendwann wurde mir klar, dass mein heutiger Weg doch etwas länger werden wird, aber die 900m zum Kloster Damme hin und zurück nahm ich mit 😉. Der Weg führte durch ein wunderschönes Flusstal (hab den Namen vergessen 🙈). Im Kloster gab es eine kleine Kapelle und einen Stempel 🙏. Ansonsten ist das ehemalige Benediktinerkloster jetzt ein Hotel, Pflegeheim und Kindergarten.

Der kleinste Kreuzweg, den ich bisher gesehen habe.

Zurück auf dem Hauptweg ging es weiter bis nach Astrup. Jetzt wusste ich, nur noch einmal abbiegen und dann noch so eine knappe Stunde und ich bin an meinem heutigen Tagesziel. Nur doch nicht ganz so einfach, ich hatte ja schon 27km (mit Blasen) hinter mir. Das letzte Stück ging ich dann mit Pilger:inneneigenmotivation 🧘‍♀️. Ich setzte mir immer wieder Wegmarkierungen am Straßenrand.

Da hinten, nein doch nicht, aber jetzt 😉

Und dann war sie plötzlich da, die 23🙏.

Kirsten empfing mich super herzlich und Adam war froh, dass er jetzt auch Feierabend hatte, weil ich ja da bin 🥰. So herzliche Herbergseltern.

Erstmal raus aus den Schuhen und sitzen 🙏 und Kaffee 😋. Als Kirsten mir meine heutige Übernachtung zeigte, kam ich aus dem Grinsen und der Dankbarkeit gar nicht mehr heraus. So liebevoll, bis ins Detail eingerichtet und durchdacht. Vielen lieben Dank.

Nach dem gemeinsamen Abendessen genoss ich die Erholung im Bett mit Wärmflasche und hoffe, dass sich meine Füße auch gut erholen. 🙏

Highlight: das Gefühl beim Ankommen und die herzliche Aufnahme im Campemoor 23🫶

Herausforderung: das Gehen der letzten 3km – immer geradeaus und kein Ende in Sicht (mentales Training – immer Schritt für Schritt)

Danke: an den Hotelier vom Hotel Kloster Damme, dass er seine Pause für mich unterbrochen hat und ein herzliches dickes Dankeschön an Kirsten, Adam und Diana für die Herberge bzw. für den Wohlfühlort hier 🙏.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten