32. Wermelskirchen – Odenthal (nicht verzweifeln – mit Achtsamkeit und Vetrauen) – ca. 20km

03.04.2026 Karfreitag

In Osminghausen mitten im Nichts bin ich gut erholt aufgewacht. Katharina hatte für mich Overnights-Oats vorbereitet und Mark mir die Kaffemaschine erklärt. Was für eine Pilgerliebe – ein guter Start in den Tag. Mark ist übrigens ein begeisterter Gärtner und hat ein Herz für die Natur. Überall selbst gezogene Pflanzen von Klein bis Groß.

Um 9:01 fuhr ich dann mit einem Anruftaxi von der Haltestelle „Sonne“ nach Wermelskirchen Mitte. Nach einem kleinen Missgeschick traf ich meine Schwester Heide mit ihrem Hund Kili. Auf den Spuren der Jakobsmuschel führte uns der heutige Weg ins wunderschöne Eifgenbachtal. Kilometer für Kilometer vergingen heute wie im Fluge und schon waren wir bei der Rausmühle angelangt, wo ich meinen heutigen ersten Stempel erhielt.

Start in Wermelskirchen am Eifgenbach

Die Wege waren heute wieder sehr sehr unterschiedlich und reichten von schmalen kleinen Wanderwegen bis hin zu langgestreckten Forststraßen, die sich auch manchmal elend lang hinzogen. Dann kam doch ein kleiner Einbruch und meine anfängliche Leichtigkeit war hin. Die Pilgerliebe ließ hier irgendwie auf sich warten – aber dann doch die ersehnte Pausenbank.

Wege – so schön und doch so unterschiedlich
Ostern 🙂
die ersehnte Pausenbank – Daaaaanke!

Mit neuer Energie ging es weiter bis zu der Stelle, die plötzlich die entspannte Wanderung am Eifgenbach entlang umkehrte in ein herausforderndes Ereignis. Der Weg war plötzlich versperrt von umgefallenen Bäumen. Diese waren ja erstmal kein Hindernis, doch danach war der Weg offiziell versperrt und eine Umleitung war nicht ausgeschildert. So entschlossen wir uns für den „kleinen“ Umweg über den Wirtschaftsweg. An der Straße wollten wir nicht gehen, da wir mit Kili unterwegs waren und die Autos hier doch etwas schneller fuhren. Anfänglich ging es gerade aus – wir wussten, dass der Weg am Ende kleiner werden würde. Aber was wir nicht ahnten, dass er in einen steil bergab führenden Mountainbikepfad mündete. Ich war mal wieder froh, dass ich meine Wanderstöcke hatte und Heide? Sie musste Kili am Ende auch noch an die Leine nehmen, da die Straße immer näher rückte. Am Ende kamen wir alle drei wohlbehalten mit etwas innerer Anspannung unten an. Eins ist sicher, das nächste Mal nehme ich die Straße.

Auf der anderen Seite des Flusses angekommen, es war schon die Dhünn, entschieden wir uns nach der Aufregung für den kürzeren Weg unten am Fluss entlang, der entspannt über seichte Wege, aber auch über Steinformationen führte. Glücklich erreichten wir wieder den Muschelweg, vorbei am Märchenwald bis zum Altenberger Dom, der leider wegen eines Konzertes für Besichtigung geschlossen war. Auch der Domladen, in dem es den Pilgerstempel gegeben hätte, war leider wegen Karfreitag geschlossen ebenso wie das Jugendgästehaus. Im Café gegenüber machten wir eine kurze Kaffeepause. Die Kellnerin war sehr freundlich und setzte alles daran, mir zu helfen, einen Stempel zu bekommen. So ging ich auch zum anliegenden Hotel, wobei ich hier nicht erfolgreich war. Es war das erste Mal, dass mir der Stempel verweigert wurde: „Ich kenne Sie ja nicht. Ich kann Ihnen doch nicht einfach so den Stempel geben.“ Na ja, ist wie es ist. Wir setzten unseren Weg nach Odenthal fort und siehe da, im Café und Restaurant Wißkirchen bekam ich einen Stempel. Die Hoffnung stirbt zu letzt. ❤️

Die 3 Kilometer bis Odenthal ging ich leicht beschwingt vorbei am Schloss Strauweiler, jetzt im Besitz der Familie Sayn-Wittgenstein-Berleburg, bis zum schönen kleinen Örtchen Odenthal. In der Kirche fand ich meinen zweiten Stempel und kurze Ruhe der Ankunft des heutigen Tageszieles.

Heute gab es viele Fotos von mir in diversen Positionen und vor den verschiedenen Hintergünden. Danke Heide für die wunderbaren Aufnahmen – ich aktiv und entspannt und manchmal Herausforderungen überwindend 😃 unterwegs als Pilger:innen.

Ein kurzer Anruf und schon kam Arne, mein Schwager, und holte uns ab. In Grünscheid angekommen, fiel leider mein Handy auf den Boden – ok, kann mal passieren. Aber es fiel auf den Steinboden mit der Folge, dass das Display stark beschädigt war. Ich war dankbar, als ich erfuhr, dass ich ein neues Handy bekommen könnte und dass der Vodafoneshop in Leverkusen am Samstag geöffnet hat. Einigermaßen entspannt konnte ich in den Abend gehen und ein Bad in der Wanne genießen…

Highlight: das wunderbare Eifgenbachtal und die Badewanne

Herausforderung: Der Weg bergab auf dem Umweg und der Umgang mit dem Sturz meines Handys und den Folgen…

Danke: an Heide und Kili für die wunderbare entspannte und kurzweilige Begleitung. Schön, dass wir so viel gemeinsame Zeit heute hatten; an Arne und Familie für die herzliche Aufnahme in ihrem Haus.

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