02.04.2026

Mein Tag konnte heute gar nicht besser beginnen. Das Rucksackpacken geht immer leichter und von Bruder Dirk bekam ich den Pilgersegen in der Klosterkirche. Ein unbeschreibliches Gefühl, am Ende hatte ich Gänsehaut. Lieben Dank.

Bei kaltem und sonnigem Wetter verabschiedete ich mich vom Kloster Beyenburg und ging vorbei an der Staumauer und der Fischtreppe…

…und hielt kurz in der Kapelle Maria im Schnee inne. Heute ging ich den Weg nicht nur für mich, sondern auch für einen Bekannten, der gestern keinen Sinn mehr im Leben sah und einen Hilferuf sendete. Ich wünsche ihm, dass er wieder zurück ins Leben findet und vor allem, dass er es schafft, Hilfe anzunehmen. 🙏

Der Weg heute war sehr facettenreich und ich ging zeitweise durch wunderbare Natur. Aber auch hier macht das Baumsterben nicht halt.

An dieser Stelle war Geduld angesagt und sportliche Achtsamkeit 😉.

Der Aufstieg wurde belohnt mit diesem wunderschönen Weitblick 🫶 auf das Bergische Land, welches seinen Namen nicht von den Bergen hat, sondern vom Grafen von Berg 😇.

Sehnsüchtig erreichte ich den Ort Remscheid Lennep mit seinem Pilgerladen, in dem ich meinen Stempel bekam und auch etwas shoppen war. Ich nahm einen kleinen Magneten für meinen Kühlschrank mit. Lennep hat eine kleine, schöne und verwinkelte Altstadt. Röntgen ist hier übrigens auch geboren. Im Café achtsam machte ich meine Mittagspause.





Der Weg aus Lennep heraus war etwas gewöhnungsbedürftig, da er sehr lange an einer Hauptstraße entlang führte und an Gewerbegebieten vorbei. Aber auch das hatte ein Ende. 👍 Jedoch machte sich immer mehr mein linkes Knie bemerkbar. Locker bleiben, Powerhouse und dehnen. Ein paar Kilometer weiter ging ich dann über die Eschbachtalsperre, die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands.

In Wermelskirchen angekommen, musste ich auch hier erst noch an der Hauptstraße eine Strecke gehen. An einer Bushaltestelle machte ich kurz Pause und wurde plötzlich ganz sentimental. Ich dachte, ich mache mal ein Selfie und dann war die Sentimentalität verflogen und ein Grinsen zog durch mein Gesicht.

Ein bisschen später kam ich glücklich in der evangelischen Kirche im Zentrum an. Hier nahm ich mir Zeit für die ein oder andere Pilgerstation. 🫶

Nachdem ich noch Brötchen für morgen gekauft habe, kehrte ich noch kurz im Café Wild ein. Hier unterhielt ich mich mit einer Frau, die auch schon in Portugal gepilgert ist.

Mit dem Bus fuhr ich dann zu meiner heutigen Unterkunft etwas abseits von Wermelskirchen. Herzlich wurde ich von Mark und Katharina aufgenommen. Ich war ganz schön fertig und platt. Vielen Dank für die wunderbaren Gespräche und das leckere Abendbrot und die Rundumversorgung 🙏. Schön, dass es solche Menschen wie Euch gibt.

Highlight: Die Skulptur in Lennep und die Gastfreundschaft von Mark und Katharina
Herausforderung: entspannt mit meinem Zwicken im Knie umzugehen
Danke: an die Pilgerwegpaten, die den Weg so gut für uns Pilger markieren, an Mark und Katharina für die Aufnahme in ihrem Zuhause und an den Beyenburger Kanuverein für die Benutzung des Örtchens🙏

