20. Engter – Osnabrück/ Dom St. Petrus (von einsamen Wegen hin zum Großstadtfeeling) 18,6km

18.04.2025- Karfreitag

Heute Nacht richtig gut geschlafen, aber 6:00 war dann gut 🙈. Ich nutzte die Zeit und blätterte im Engter Pilgergästebuch, um den Eintrag von Jürgen zu finden. 🤔 Also rief ich ihn an, er ist ja eigentlich täglich früh unterwegs 😉. Zusammen fanden wir den Eintrag 💪. Ich nahm Jürgen mit in die Küche und nach dem Plausch erstmal Kaffee kochen. Heute frühstückte ich mal nicht alleine – Kai am anderen Ende war in Redelaune 🫶🥰.

Pilgerfrühstück – heute mit Avocado 🥑

In Campemoor unterhielten wir uns über das Gehen und dass Kai ja gesagt hat, ich soll mich mal gesund laufen. Adam erinnerte sich an einen Spruch aus einem Wanderbuch:

Above all do Not lose your desire to walk: everry dax i walk myselfe into a state of well-being and walk away from every illness. I have walked myselfe into my best thoughts and I know of No thoughts so burdensome that one cannot walk away from it … Thus of one just keeps in walking , everything will be allright. Søren Kierkegaard , Philosoph

Verliere vor allem nicht die Lust am Laufen: Ich laufe mich immer wieder in einen Zustand des Wohlbefindens und gehe von jeder Krankheit weg. Ich habe mich in meine besten Gedanken begeben und ich kenne keinen Gedanken, der so belastend ist, dass man nicht davon weggehen kann … Wenn man also einfach weiterläuft, wird alles gut werden. Søren Kierkegaard, Philosoph

Das nahm ich heute mit auf meinen Weg.

Bekleidung nach Wettervorhersage ausgesucht und diesmal richtig geknöpft.
Regen hat auch schöne Seiten ♥️.

…und es hat dann am Ende keinen Tropfen über mir geregnet. Wie cool, aber unter’m Poncho war es schön warm. 🤔 Ansonsten war es ziemlich frisch.

Die erste Zeit war ich ziemlich alleine auf weiter Flur, manchmal vielleicht auch auf einsamen Wegen. Ich glaube, der Weg wurde teilweise auch extra so gewählt, dass man den Spaziergänger:innen im Sommer etwas „entkommt“. Also so kam es mir jedenfalls manchmal vor. Egal der Weg war ein sehr schöner. Ich ließ mir heute einfach Zeit und philosophierte darüber, dass alles seine Zeit hat und es gut ist, mir auch Zeit zu lassen, also Tempo raus.

Wege – gelber Pfeil? 😇
Der Weg führte dann ab Rulle immer wieder an der Nette entlang. Auf dem Foto mit dem Rapsfeld ist im Hintergrund die Kirche vom Kloster Nette zu sehen. Kloster Nette ist ein belebtes Kloster der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens.
Am Wegesrand 🥰. Rechts: Friedenszeichen (zu erwerben im Museum Varusschlacht)

Meinen ersten längeren Stop machte ich in der ehemaligen Klosterkirche Rulle – jetzt Wallfahrtskirche. Hier bekam ich auch einen Stempel 🫶.

St. Johannes in Rulle – links die Gnadenkapelle und oben die Kirche, der Altarraum wurde erst später angebaut.

OK, dachte ich – heute bitte keine Umwege, also eigentlich wollte ich nur keine Extrakilometer. Aber der Spruch war dann doch Programm. An einer Stelle übersah ich den Pfeil 🤷‍♀️. Also wieder zurück und dann auch noch bergauf. Auf halber Strecke traf ich ein älteres Pärchen. Wir kamen ins Gespräch übers Pilgern, sie erzählten mir von ihren pilgernden Töchtern 😇. So hatte der Umweg auch sein Gutes.

🤔—🟡↗️

OK, es scheint wohl nicht mehr zu regnen, also Regensachen aus. Was sehr auffällig war, dass einige Menschen in Mantel, Schal und Handschuhen unterwegs waren und ich im T-Shirt 🤔😇. Jeder so, wie er/sie es braucht.

Die Nette in Osnabrück – voll schön.

Nun merkte ich deutlich, dass ich der Stadt nahe war. Ich freute mich und grinste teilweise bei jeder Jakobsmuschel. Und nach dem Bürgerpark konnte ich den Dom schon sehen. Hier erhielt ich in der Sakristei meinen zweiten Stempel. Glücklich überbrückte ich die Zeit im Lieblingskaffee gegenüber und nahm dann am Wortgottesdienst im Dom teil. Apropos gesund laufen – heute konnte ich schon mitsingen, ohne dass meine Stimme wegbrach. 🙏🥰

Relief zum Gedenken an die Lübecker Märtyrer, von denen drei hier im Dom ihre Priesterweihe empfangen hatten.

Jetzt sitze ich hier in meinem Bett in der Jugendherberge in Osnabrück (Bad im Zimmer 🥰👍). Hier bin ich übrigens nicht her gelaufen, sondern nahm den Bus 😇.

Dankbar schaue ich auf den Tag zurück und auf die Erfahrungen, Begegnungen und Eindrücke.

Highlight: das gemeinsame Frühstück mit Kai und kein Regen über mir 🫶.

Herausforderung: 2 h Wortgottesdienst (die Kirche war rappeldicke voll) – musikalisch gestaltet vom Osnabrücker Jugendchor und dem Osnabrücker Domchor (u.a. Johannes-Passion von H. Schütz unter der Leitung von Domchordirektor Clemens Breitschaft) – das Musikalische war eine sehr schöne Herausforderung 😉.

Danke: dass ich vom Regen verschont geblieben bin und Danke für dieses Zimmer 🙏.

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